Oskar und Vinzenz Rose: Wegbereiter der Bürgerrechtsbewegung

Erste Initiativen von Sinti und Roma in der Bundesrepublik mit dem Ziel, sich politisch zu organisieren, gehen auf die Brüder Oskar und Vinzenz Rose zurück, die 1956 die „Interessengemeinschaft der rassisch Verfolgten nichtjüdischen Glaubens“ ins Leben riefen. Es folgte das 1971 von Vinzenz Rose gegründete „Zentral-Komitee der Sinti West-Deutschlands“ (später „Verband Deutscher Sinti“). Doch hatten diese frühen Vereine zunächst kaum öffentliche Resonanz.

01 | Erster Aufruf des „Zentral-Komitees der Sinti West-Deutschlands“ (1971/1972) Archiv DokuZ
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02.1 | Die erste politische Kundgebung deutscher Sinti fand am 18. Juni 1973 in Heidelberg statt, als Reaktion auf die Erschießung des 53jährigen Sinto Anton Lehmann durch die Polizei am 31. Mai 1973. Die etwa hundert Demonstranten forderten eine Bestrafung des verantwortlichen Beamten und ein Ende diskriminierender Praktiken. Das Foto zeigt Vinzenz Rose bei seiner […]
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02.2 | Die erste politische Kundgebung deutscher Sinti fand am 18. Juni 1973 in Heidelberg statt, als Reaktion auf die Erschießung des 53jährigen Sinto Anton Lehmann durch die Polizei am 31. Mai 1973. Die etwa hundert Demonstranten forderten eine Bestrafung des verantwortlichen Beamten und ein Ende diskriminierender Praktiken. Das Foto zeigt den anschließenden Schweigemarsch der […]
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02.3 | Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 19. Juni 1973 über die Kundgebung in Heidelberg Archiv Rhein-Neckar-Zeitung
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03.1 | Im Jahr 1973 ließ Vinzenz Rose aus eigenen Mitteln ein Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau errichten. Es soll an alle dort ermordeten Sinti und Roma erinnern, weshalb für den Bau des Denkmals Backsteine aller Häftlingsblocks verwendet wurden, die sich in diesem Lagerabschnitt befanden. Archiv DokuZ
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03.2 | Im Jahr 1973 ließ Vinzenz Rose aus eigenen Mitteln ein Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau errichten. Es soll an alle dort ermordeten Sinti und Roma erinnern, weshalb für den Bau des Denkmals Backsteine aller Häftlingsblocks verwendet wurden, die sich in diesem Lagerabschnitt befanden. Archiv DokuZ
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