Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Im Februar 1982 wurde der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma als Dachverband mit Sitz in Heidelberg gegründet. Er vertritt seither die Interessen der in Deutschland lebenden Sinti und Roma auf nationaler wie internationaler Ebene.

Im Zentrum der politischen Arbeit stand anfangs vor allem der Kampf gegen die fortwirkenden Zerrbilder vom „Zigeuner“, verbunden mit der Durchsetzung der Eigenbezeichnungen „Sinti“ und „Roma“. Der Zentralrat protestierte gegen die rassistische Sondererfassung der Minderheit durch Polizeibehörden und setzte sich erfolgreich für die Revision einer Sinti und Roma diskriminierenden Entschädigungspraxis ein. Im Mai 1995 konnte der Zentralrat für die deutschen Sinti und Roma die gesetzliche Anerkennung als nationale Minderheit durchsetzen.

01 | Der 17. März 1982 markiert eine Zäsur in der Bürgerrechtsbewegung: Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt empfing eine Delegation des kurz zuvor gegründeten Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und erkannte den Völkermord an den Sinti und Roma „aus rassischen Gründen“ offiziell an. Archiv DokuZ
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02.1 | Pressemitteilung der Bundesregierung Archiv DokuZ
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02.2 | Pressemitteilung der Bundesregierung Archiv DokuZ
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03.1 | Demonstration vor dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden gegen die Sondererfassung von Sinti und Roma durch die Polizei, 28. Januar 1983. Anschließend zogen die etwa 250 Demonstrierenden durch die Wiesbadener Innenstadt zum Sitz des Hessischen Innenministers, dem damaligen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz. Archiv DokuZ
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03.2 | Demonstration vor dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden gegen die Sondererfassung von Sinti und Roma durch die Polizei, 28. Januar 1983. Anschließend zogen die etwa 250 Demonstrierenden durch die Wiesbadener Innenstadt zum Sitz des Hessischen Innenministers, dem damaligen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz. Archiv DokuZ
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03.4 | Demonstration vor dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden gegen die Sondererfassung von Sinti und Roma durch die Polizei, 28. Januar 1983. Anschließend zogen die etwa 250 Demonstrierenden durch die Wiesbadener Innenstadt zum Sitz des Hessischen Innenministers, dem damaligen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz. Archiv DokuZ
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04 | Demonstration im März 1985 vor dem Regierungspräsidium in Köln. Sie richtete sich gegen eine Entschädigungspraxis, die Sinti und Roma massiv diskriminierte. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma konnte für mehrere Tausend Überlebende, deren Wiedergutmachungsanträge abgelehnt worden waren, Neuentscheidungen durchsetzen. Für viele Opfer kam diese Revision jedoch zu spät. Archiv DokuZ
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05 | Erste Gedenkveranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma auf dem Gelände des ehemaligen „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau, Oktober 1985 Archiv DokuZ
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06 | Willy Brandt empfängt eine Delegation des Zentralrats im Ollenhauer-Haus der SPD in Bonn (Oktober 1985). Archiv DokuZ
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07 | Bundespräsident Richard von Weizsäcker empfängt eine Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma (7. November 1985), darunter die Holocaust-Überlebenden Hildegard Lagrene (Mitte) und Herbert Birkenfelder (rechts). Bildnummer 02261718: dpa/Süddeutsche Zeitung Photo
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08 | Romani Rose und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats, Wilhelm Spindler und Anton Franz, am 16. Mai 1986 bei einer Privataudienz bei Papst Johannes Paul II im Vatikan. Der Papst bekundete seine „moralische Unterstützung“ für die Bemühungen des Zentralrats, die Lage der Roma in den verschiedenen Staaten zu verbessern. Archiv DokuZ
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09 | Im März 1988 fand im Speyerer Dom der erste Gedenkgottesdienst zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma statt. Von links: Romani Rose, Bischof Anton Schlembach (Bischof von Speyer), Bernhard Vogel (rheinland-pfälzischer Ministerpräsident), Rita Süssmuth (Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit) und Hans-Jochen Vogel (SPD-Vorsitzender). Archiv DokuZ
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10 | Simon Wiesenthal hat den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma viele Jahre lang mit großem persönlichen Engagement unterstützt. Das Foto zeigt ihn auf einer Pressekonferenz mit Romani Rose in Frankfurt im März 1990. Archiv DokuZ
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11.1 |Gedenkveranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma vor dem Brandenburger Tor im September 1992 anlässlich des 50. Jahrestags des Himmler-Thierack-Abkommens mit dem Ziel der „Vernichtung durch Arbeit“. An der Veranstaltung nahmen auch 50 Holocaust-Überlebende teil. Am Rednerpult steht Romani Rose. Archiv DokuZ
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11.2 | Überlebende der Konzentrations- und Vernichtungslager während der Gedenkveranstaltung Archiv DokuZ
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11.3 | Ansprache von Otto Rosenberg, Auschwitz-Überlebender und Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg Archiv DokuZ
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